| Experimentierraum Tanz |
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Seite 2 von 2 Glossar und Begriffserklärungen Neuer Tanz, auch New Dance genannt, kann man als eine Weiterentwicklung und Synthese verschiedener Tanztechniken mit Improvisation und halbakrobatischen Bewegungselementen definieren. Modern Dance, Feldenkrais, Aikido, Contact Improvisation, Release Technik, Authentic Movement, BMC (Body Mind Centering), etc. zählen zu den Quellen aus denen der New Dance schöpft. Im New Dance kann jeder eigene, neue Bewegungsmöglichkeiten aufdecken lernen und seinen natürlichen Energiefluss finden und nutzen. Dieser innere auf den eigenen Körper gerichtete Fokus wird mit äußeren, von Raum, Rhythmus, Zeit und Mittänzern bestimmten Aspekten verbunden. Tanzimprovisation ist eine Spielart des Tanzens, bei der es darum geht, sich aus dem Moment heraus zu bewegen. Jede Bewegung existiert nur in dem Augenblick, in dem sie ausgedrückt wird. Die Musik, der Raum, bestimmte Strukturen und Aufgaben können einen Rahmen vorgeben innerhalb dessen sich eine Improvisation entfaltet. In der Regel gibt es keine pure Choreographien, die getanzt werden, wobei eine Choreographie ebenso ein Ausgangspunkt für eine Improvisation sein kann. Ziel der Improvisation ist es sich fließen zu lassen und dabei ganz wach und präsent zu werden für Raum, Zeit und andere MittänzerInnen. Body Mind CenteringTM (BMC) – bei BMC geht es,
ähnlich wie im Feldenkrais, um die wertfreie Erforschung des eigenen
Körpers, seiner ihm eigenen Bewegungsmöglichkeiten und deren
Erfahrbarkeit durch freie Tanzbewegungen ohne Formvorgaben. Im BMC
werden zusätzlich Organe, unterschiedliche Systeme, Gewebe, Zellen,
Flüssigkeiten mit einbezogen. Diese Forschungsreisen in den eigenen
Körper, in seine anatomische und gefühlte Beschaffenheit, fördern ein
klares Körperbewusstsein und erweitern das Bewegungsspektrum, wenn man
mit dem gefundenen Körpergefühl in die freie tänzerische Bewegung geht,
denn daraus ergeben sich ungewohnte und neue Bewegungen, die
eingefahrene Bewegungsmuster unterbrechen können.
Contactimprovisation ist eine relativ neue Tanzform, die Anfang
der 70er Jahre u.a. von Steve Paxton entwickelt wurde. Sie steht in
enger Verbindung zum Neuen Tanz. Beiden Richtungen ist gemeinsam das
eigene Bewegungsspektrum zu erkunden – entweder im Kontakt mit dem
Boden oder mit einem Partner, wie in der Contactimprovisation.
Ein sich ständig verlagernder Körper-Kontakt-Punkt dient den Partnern
als gemeinsame Basis, von der aus sie mit ihrer Schwerkraft spielen,
sich aneinander bewegen, übereinander springen, rollen, miteinander
verschmelzen und sich wieder trennen, zu Boden kommen und sich mit
überraschender Leichtigkeit hochheben, tragen oder in der Luft
ausbalancieren. Jede Bewegung entwickelt sich unmittelbar aus der
vorangegangenen, ohne Absprache oder Choreographie, allein aus der
Kommunikation der Körper, dem Spiel der Kräfte des Augenblicks heraus.
Je offener und absichtsloser und je mehr man sich mit seinem
Körpergewicht in den Tanzkontakt hinein gibt, desto flüssiger und
kreativer kann die tänzerische Begegnung werden. Im Experimentierraum Tanz spielt die Contactimprovisation eine untergeordnetet Rolle.
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